(Foto Titel: Pixabay / kaboompics)

Emotionelle Sprache? Das klingt für Sie vielleicht im ersten Moment nach einem sehr persönlichen Social-Media-Kommentar, einer aufgeladenen Auseinandersetzung oder einfach einer gefühlvollen Reaktion in einer Beziehung. Die Bezeichnung Emotionale Sprache bedeutet jedoch etwas anderes.

Vielleicht geht es Ihnen auch so: Sie lesen eine E-Mail, einen Zeitungsartikel oder einfach eine kurze sachliche Notiz und merken, wie sich währenddessen Ihre Stimmung verändert. Merkwürdiger Weise liegt dies aber nicht am Inhalt – der ist für Sie in Ordnung. Dennoch merken Sie, dass Ihre Stimmung anders ist…. was  interessanter Weise an der Sprache selbst liegt!

Es zählt eben nicht nur der Inhalt, sondern auch die Art und Weise, wie etwas kommuniziert wird.

Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Emotionale Sprache zu werfen.

Nutzen Sie schon Emotionale Sprache?

Wenn Sie im Alltag kommunizieren, achten Sie womöglich nicht besonders darauf, wie Sie sich ausdrücken. Dennoch lohnt es sich, stärker auf die verwendeten Worte zu achten.

Nüchtern oder lieber verbindlich?

Emotionale Sprache können Sie zum Beispiel dafür einsetzen, Ihre Aussagen zu unterstreichen und ihnen mehr Gewicht zu geben.

Lesen Sie sich die folgenden zwei Sätze durch:

  1. “Ich habe eine diesbezügliche Wahl getroffen.”
  2. “Ich habe mich dafür entschieden.”

Wenn Sie sich die beiden Sätze genauer anschauen, werden Sie feststellen: Der erste Satz klingt sehr nüchtern und sachlich, sehr emotionslos und faktenbasiert. Es gibt eine Distanz zwischen Sprecher:in und der Aussage. Hier liegt der Fokus eindeutig auf der sachlichen Wahl selbst.

Nun zum zweiten Satz: Auch wenn dieser im Kern das Gleiche aussagt, wirkt er irgendwie anders auf uns Leser:innen. Wir können die verbindliche Zusage beim Lesen hier förmlich spüren. Und gehen davon aus: Wer sich so ausdrückt, hat eine klare Entscheidung mit Kopf und Herz getroffen und steht dazu.

Wenn Sie also verbindlicher wirken wollen, wählen Sie wahrscheinlich den zweiten Satz. Ihre Zuhörer werden Sie darüber hinaus als viel selbstbewusster und kraftvoller wahrnehmen. Sie können so womöglich mehr Vertrauen gewinnen.

Mit Emotionaler Sprache anderen Menschen Gutes tun

Sie möchten andere Menschen wirklich ermutigen, bestärken und unterstützen? Auch hierfür können Sie Emotionale Sprache verwenden.

Schauen Sie sich einmal folgende Sätze an:

  1. “Das ist eine tolle Idee!”
  2. “Deine Idee ist toll!”

Beide Male hören Sie, dass jemand Ihre Idee gut findet. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied! Mit dem ersten Satz drückt die sprechende Person aus, dass sie Ihre Idee klasse findet. Sie als Persönlichkeit, die die Idee hatte, kommen darin gar nicht vor. Sie ist im Prinzip auswechselbar. (Und wer möchte schon gerne ausgewechselt werden!?! Niemand!)

Anders wirkt der zweite Satz: Hier wird zwar auch die Idee kommentiert und gelobt. Gleichzeitig treten Sie aber auch als Mensch in Erscheinung, der die Idee hatte.

Das bedeutet für den Alltag:

Wenn Sie den Mensch hinter einer Idee loben möchten und ihm gegenüber Wertschätzung ausdrücken wollen, dann wählen Sie die zweite Variante. Schließlich macht ein Lob mit persönlichem Bezug einfach viel mehr Freude! 😉

Gibt es noch mehr Beispiele?

Wenn Sie nun Lust auf noch mehr Beispiele haben und sich Anhaltspunkte wünsche, wie Sie emotionale Sprache selbst anwenden können, schauen Sie sich gerne das Video aus der Online-Trainingsreihe “Die PR-Werkstatt” an!

Zum Video

Eine gute Zeit wünscht Ihnen in jedem Fall

Ihre

Petra von Schenck

(Foto Artikel: Pixabay / kaboompics – Foto Veranstaltungsreihe PR-Werkstatt: Pixabay / Unsplash)

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