Klug zu entscheiden ist oft gar nicht so einfach. Ein Beispiel: Mögen Sie einen frischen Zitronen-Bananen-Muffin oder ein saftiges Stück Schokoladen-Kuchen? Sie haben spontan einen Favoriten? Dann haben Sie gerade eine der vielen kleinen Entscheidungen getroffen, mit denen wir uns durch den Alltag navigieren.

Warum wollen wir uns nicht entscheiden?

Oft entscheiden wir instinktiv – ohne groß zu überlegen. Oder wir verbringen einige Zeit mit dem Faktensammeln, sortieren und abwägen. Im unangenehmsten Fall schieben wir die Entscheidung immer wieder vor uns her, weil wir im Zwiespalt stecken:

  • Sie bringen unterschiedlichste Auswirkungen mit sich, die alle ihre Vor- und Nachteile haben
  • Die Wahlmöglichkeiten sprechen Gefühle und Aspekte in uns selbst an, die sich widersprechen
  • Sie sind einfach so ähnlich, dass eine Entscheidung schwierig scheintalles soweit “im Griff” und das Gefühl von Kontrolle über Situationen, Menschen und das eigenen Leben zu empfinden

Wie wäre es mit mehr Information – bevor Sie sich entscheiden?

Eine Möglichkeit hier zu mehr Klarheit zu finden: Besorgen Sie sich mehr Informationen!
Oft können wir nicht gut entscheiden, weil die uns bekannten Infos die eigentlichen Unterschiede und vor allem Auswirkungen nicht richtig erkennen lassen. Also fragen Sie sich am besten:

  • Was ist mir gerade nicht klar?
  • Wo brauche ich noch mehr Informationen?
  • Welche Langzeitwirkung hat die Entscheidung – soweit ich das ermessen kann?

Keine Sorge: Viele der vermeintlich “endgültigen” Entscheidungen sind Etappen-Markierungen und keine in Stein gemeißelte Endgültigkeit. Und falls es um eine solch echte gravierende Entscheidung geht, ist eine kluge Informationsbeschaffung besonders sinnvoll und hilfreich.

Klarheit spielt auch noch in anderen Zusammenhängen eine wichtige Rolle: im Hinblick auf Ihre Gefühle! Selbst wenn es um “reine Verstandesentscheidungen” geht, wirken sich Ihre Emotionen aus. Unterschwellig kann es sich sogar um eine richtige Emotionsentscheidung handeln, die einfach “durch Fakten getarnt” wird.

Was können Sie also tun,
wenn Sie merken,
dass Sie sich vor allem emotional schwer damit tun,
eine Entscheidung zu treffen?

Hören Sie auf Ihren Körper!

Was können Sie also tun?

Suchen Sie sich einen ruhigen Platz und konzentrieren Sie sich auf eine der möglichen Entscheidungen. Stellen Sie sich vor, wie es ist, wenn Sie an dem angedachten Projekt arbeiten, mit der bestimmten Person zusammen sind oder die Tätigkeit ausüben, die sie als erste Option beschäftigt:

  • Was spüren Sie?
  • Wie fühlen sich Ihre Schultern und Ihr Nacken an?
  • Verändert sich Ihre Körperhaltung? Atmen Sie anders?

Stellen Sie einfach offen fest, was ist.
Dann nehmen Sie sich die zweite Variante vor:

  • Was passiert nun mit Ihrem Körper?
  • Richten Sie sich womöglich auf?
  • Holen Sie tief Luft oder verschränken Sie die Arme?

Auch hier: Einfach nur feststellen und beobachten.
Nun gehen Sie die dritte und alle weiteren Optionen durch und achten auf sich selbst.

Sehr sinnvoll ist es, sich nach jedem Reinspüren Notizen zu machen, damit Sie sich wieder ganz dem Fühlen widmen können, wenn Sie zu einer anderen Wahloption wechseln. Schreiben führt einfach zu einem “freien Kopf”, der dann wieder aufnahmefähig für die neuen Erfahrungen ist.
Und nun die Gretchen-Frage an Sie:

Bei welcher der Wahlmöglichkeiten haben Sie sich “leicht” gefühlt?
Welche Variante ließ Sie aufatmen und vielleicht sogar strahlen?
Bei welcher richteten Sie sich auf?
Diese Wahl ist für Sie offensichtlich die richtige.

Nicht grübeln – handeln!

Grübeln ist ein Zeichen, dass Sie sich in einer Gedankenschleife befinden, aus der Sie schnellstens wieder heraus müssen. Warum? Weil sie nur Energie nimmt und gleichzeitig vom Handeln abhält. Also nichts wie los!

Was können Sie tun?

Setzen Sie sich ein Zeitlimit und sagen sich: “Bis zu diesem Freitag will ich meine Entscheidung getroffen und kommuniziert haben.
Das ist für Sie ein erschreckender Gedanke? Dann lenken Sie sich kurz ab durch eine ganz andere Tätigkeit, die Sie ganz in Beschlag nimmt und schauen Sie dann noch einmal “neu” auf die Unterlagen. Mir hilft beispielsweise Klavier üben.
Gehen Sie – wenn möglich – in die Natur und laufen Sie zügig eine bestimmte Strecke – äußerliche Bewegung kann die innerliche Bewegung in Gang setzen bzw. sie unterstützen.

Fragen Sie sich gegebenenfalls:

  • Was ist meine innere Rechtfertigung, bevor ich dazu bereit bin?
  • Welche Glaubenssätze stehen mir womöglich gerade im Weg?

Vielleicht stellen Sie auch einfach fest, dass Sie Angst haben. Das ist völlig natürlich und normal. Wir Menschen mögen einfach eine gewisse Sicherheit und Routine. Wenn nun eine neue Veränderung ansteht oder sogar von uns selbst gefordert wird, dann bringt das neue Unsicherheiten.

Dabei haben Entscheidungen einen riesigen Vorteil: SIE entscheiden. SIE sind die handelnde Person. Sie sind die-/derjenige, der einem Vorhaben eine Richtung gibt. Und dies ist in jedem Fall angenehmer und/oder besser, als wenn jemand anderes für Sie diesen Part übernimmt.

Nutzen Sie diese Chance,
die Verantwortung
für sich selbst,
für Ihr Business und
Ihr Leben
in die eigenen Hände zu nehmen.

Menschen, die einen eigenen Aktionsradius haben und selbst entscheiden sind erwiesenermaßen glücklicher, als Menschen, die nur auf die Entscheidungen von anderen reagieren können oder diese ausführen müssen und keine Wahlmöglichkeiten haben.

Wenn Sie entscheiden, dann haben Sie die Chance der Wahl – nutzen Sie sie und freuen Sie sich darüber, dass Sie Ihr Leben und womöglich das anderer Menschen aktiv mitgestalten.

Viel Erfolg wünscht Ihnen dabei

Petra von Schenck

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